Bastard-Pop

Rainer von Vielen (DE) Bastard-Pop

Schoedo (CH) Liedermacher vo hüt

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Vor mehr als fünf Jahren standen das Allgäuer Ausnahmetalent Rainer von Vielen und seine Band bereits als Support beim 15-jährigen Gaswerk-Jubiläum auf der Bühne und haben das damalige Publikum mit dem selbst so umschriebenen «Bastard-Pop» in den Bann gezogen. Einige erfolgreiche Alben und unzählige Konzerte später schauen die Jungs, die in Wahrheit gar nicht mehr ganz so jung sind, auf ihrer Europatour wieder bei uns vorbei und bringen auch gleich die brandneuen Songs ihrer frisch gepressten Platte «Überall Chaos» mit. Gesellschaftskritisch, welt(v)erklärend, politisch, alltagsverliebt und mit einer gehörigen Prise Endzeitstimmung setzt auch dieses Werk die Tradition der musikalischen und textlichen Vielfalt und Schubladisierungsverweigerung der vier Jugendfreunde ungebrochen fort. Auch musikalisch setzen sie nach wie vor auf einen eigenwilligen, mitreissenden Mix aus Hip Hop, Punk, leichten (niemals seichten) Popsongs, Rainers unverkennbarem Kehlkopfgesang und einem unersetzbaren Laptop. Der Kreativität werden dabei keine Grenzen gesetzt, der Ekstase, sowohl auf als auch vor der Bühne, eben so wenig. Der Sänger und Namensgeber Rainer von Vielen, Gitarrist Mitsch Oko, Dan le Tard am Bass und der Drummer Sebastian sind nicht zuletzt auch aus diesem Grund vor allem bei Live-Auftritten so richtig in ihrem Element, begeistern ihre Fans, auch die zukünftigen, mit ihrer unaufhaltbaren Energie, ihrem musikalischen Enthusiasmus und dem Drang die Welt durch ihr Schaffen zu verbessern, oder zumindest die Menschen an diesem einen Abend, in diesem Konzertsaal, in genau diesem einen Moment ein wenig menschlicher, friedvoller und untereinander verbundener zu machen. Und natürlich glücklich.

Für die richtige Stimmung sorgt im Vorfeld das Schweizer Liedermacher-Duo Schoedo aus Zürich. Bereits seit 2007 verbreiten Schömi und Domi ihr musikalisches Manifest zu den wirklich wichtigen Themen unserer Zeit wie etwa Bier, Fussball und Liebesleiden. Ihr Mundart-Folk lässt sich dennoch kein bisschen als nichtssagendes, millionenfach kopiertes Popgedudel abtun, gehört doch mehr dazu, kleine Alltagsgeschichten und die ach so unscheinbaren Stolpersteine des Lebens pointiert und schonungslos ehrlich verpacken zu können statt immer nur von grossen, weltverändernden Heldentaten zu erzählen. Lieder eben über dich und mich und Hans und Heiri.